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Hier gibt es eine Art Forum. Bitte mailt mir einfach die Beiträge, die ich veröffentlichen soll.
Hallo!
Ich bin einigermaßen überrascht über die Vielzahl an
Beiträgen zur Knopfphobie.
Als Mutter eines knopfphobischen Kindes hatte ich bisher
einen Rest Hoffnung, dass dieser Ekel mit dem Älterwerden
abnimmt. Aber was ich lese, ist von Erwachsenen geschrieben.
Also bleibt einem das wohl lebenslang.
Man kann damit leben, klar. Man kann Knöpfen aus dem Weg
gehen. Aber man muss auch auf Menschen treffen, die dafür
Verständnis haben. Wir erwähnen es, damit die Menschen in
unserem Umfeld Bescheid wissen und uns nicht Klamotten oder
Bettwäsche mit Knöpfen schenken. Oder damit sie wissen,
warum unser Sohn vor Hemden und Blusen zurückweicht wie ein
Vampir vor Knoblauch. Unverständnis als Reaktion ist da dann
doch besser als zu behaupten, es läge an der falschen
Erziehung.
Da ich fast permanent auf der Suche nach Kinderkleidung ohne
Knöpfe bin, wäre eine Tauschbörse prima, vielleicht gibt es
irgendwo da draußen andere betroffene Mütter. Auch frage ich
mich, mit welchem Anzug wir unseren Sohn in einem Jahr zur
Kommunion schicken sollen; da habe ich bisher noch keine
Idee, mit der wir in der Kirche nicht auffallen.
Britta
(10.03.2009)
Hallo!
Die Tochter meines Lebensgefährten, sie ist elf Jahre alt,
hat auch massive Probleme mit Knöpfen.
Nur: bei Ihr wird die Sache langsam unheimlich!
Sie ist mittlerweile soweit, dass sie sich, wenn sie mal
etwas anfasst was mit Knöpfen zu tun hat, sofort die Hände am
Tisch, an der Wand o.ä. wieder abwischt.
Sie duckt sich und läuft schnell weg, wenn irgendwo mal ein
Hemd liegt; wobei wir eigentlich schon seit Jahren darauf achten, dass
nichts mit Knöpfen rumliegt.
Auch ich darf meinen Lebensgefährten nicht anfassen; sie
wischt direkt die Stellen an ihm wieder sauber (sogar auch
dann, wenn ich gar nichts mit Knöpfen trage).
Die Situation wird immer schlimmer, obwohl sie in ambulanter
Therapie ist.
Ich als Partnerin weiß wirklich nicht mehr weiter...
Wäre dankbar für einen guten Rat!
Moni
(09.07.2009)
Hey!
Ich dachte bis heute, ich bin mit meiner Tante die einzige,
die diesen Ekel empfindet, wenn sie Menschen mit Knöpfen an
der Bekleidung sieht.
Lustigerweise hatte ich gerade heute eine Erfahrung, in der
ich meine Höhenangst in einem Hochseil-Garten überwunden
habe...
Habe das ganz stolz meiner Schwester erzählt und diese
meinte, dass in den letzten Tagen Welt-Angst-Tag gewesen sei
und dort auch Knopf-Phobiker interviewt worden seien. Gab
wohl 'ne Doku darüber im TV. Sie zog das Ganze natürlich
etwas ins Lächerliche.
Ich erzählte dies meinem guten Freund, der das erst gar
nicht verstehen konnte, dann aber schwor, nie wieder seine
ekeligen Polo-Hemden anzuziehen... Lieber, netter Kerl, aber
ich hasste seine Lieblings-Klamotte und konnte ihn deswegen
nicht angucken. Habe ihm das erst heute nach einem Jahr der
Freundschaft gestanden!
Nun, meine Frage ist natürlich: Ist der Ausweg für Knopf-Phobiker,
die Phobie einfach weiter zu leben und Menschen zu meiden,
die Knopf-Pullis tragen? Oder aber (wie ich mit dem
Hochseil-Garten) sollte man sich zwingen, in 'ner Kiste mit
ekeligen Knöpfen zu wühlen?
Oder auch meine Frage: Weiß man denn mittlerweile schon,
woher diese Phobie kommen kann? Bei Spinnen ist es klar,
dass es 'ne Ur-Angst ist... Aber bei Knöpfen?????
Bin froh, dass meine Tante und ich (-> familiäre Häufung der
Phobie?) nicht allein sind... Habe uns schon für die
einzigen "Irren" mit diesem Problem gehalten.
Für Feedback wäre ich dankbar.
Lieben Gruß
Sylvia
(15.10.2009)
Hallo Herr Dirkorte,
vielleicht machen Sie sich mal Gedanken über Ihr
politisch-unkorrektes Titelbild.
Ich bin der Meinung, dass man dies auch anders gestalten
kann.
(Anmerkung von Roland: Diese Website ist NICHT POLITISCH
motiviert!!!)
MfG
Urd
(26.11.2009)
Hallo Roland,
ich habe gerade mit Interesse Deine Seite angeschaut.
Bei uns im Haushalt betrifft es meinen 6jährigen Sohn.
Seitdem er sprechen kann, lehnt er Knöpfe jeder Art ab. An
seinen Klamotten darf nichts "Knopfähnliches" sein (auch
keine Häkchen, Druckknöpfe o.ä.).
Er hat sich sogar als Kleinkind geweigert, von meinem Mann
auf den Arm genommen zu werden, wenn der ein Oberhemd
anhatte.
Leider fällt es immer schwerer, in der passenden Größe
(122/128) Klamotten ohne Knöpfe zu finden. Und er kann ja in
der Öffentlichkeit nicht nur mit Jogginghose rumlaufen...
J
Vielleicht hat der eine oder andere Leser
deiner Seite ein paar ultimative Tipps für mich.
Liebe Grüße,
Barbara
(07.12.2009)
Hallo!
Eine tolle Seite!
Ich selber bin seit sieben Jahren mit einer Frau zusammen,
die diese Art Phobie hat. Und als sie mir das offenbarte
(ich glaube es ging darum, dass ich kein Polohemd mehr
tragen sollte), erinnerte ich mich an meinen kleinen Bruder,
der ums Verrecken keine Knopf-Hosen haben wollte und für den
meine Mutter Hosen mit (eckigen) Schiebeknöpfen suchen
musste.
Also es scheint ja gar nicht soo selten zu sein...
Und interessant ist auch, dass meine Freundin Spinnen mit
den Händen rausträgt, aber vor einem Knopf Reißaus nimmt.
Interessanterweise auch vor anderen runden Dingen aus
Kunststoff, z.B. den Verschlüssen von manchen
Milch-Verpackungen. Und besonders schlimm soll ein Knopf
sein, wenn noch ein Stück Faden daran hängt...
Und zu Urd:
Bleib doch mal locker; man kann alles auch mal im Kontext
sehen und den kleinen "Menschen afrokaribischer Abstammung"
(-> politisch korrekte Bezeichnung) getrost durchstreichen,
weil er Jim KNOPF heißt und hier nur eben für den Knopf
steht! Es haben schon Leute Obstipation bekommen, weil sie
politisch dermaßen korrekt waren, dass sie sich nur noch
über Nichtigkeiten aufregten. Also entspann dich mal... Hat
ja keiner böse gemeint! ;)
Grüße und frohe Festtage an alle Knopfphobiker!
Frosti
(24.12.2009)
Hallo Roland,
endlich hab ich mal etwas zu diesem Thema gefunden…
Mein sechsjähriger Sohn hat leider diese "Allergie". Und es
ist schon schwierig, ihn zum Tragen von normalen Jeans o.ä.
zu überreden. Da neuerdings in Kinderhosen solche
Knopfgummis eingenäht sind, muss ich praktisch alle Knöpfe
mit Heftpflaster überkleben. Auch große Ohrringe an mir
hasst er und lässt sich dann nicht berühren.
Das mit den Ohrringen habe ich ja gut im Griff (-> wer schön
sein will, muss leiden…), aber ich suche schon nach einer
Art "Therapie", um ihm diesen Ekel vor Knöpfen zu nehmen.
Falls du also Informationen dazu hast, würde ich mich sehr
über einen Rat freuen.
Danke für deine Mühe!
Andrea
(09.02.2010)
Hallo Roland,
auch ich möchte dir heute von meiner Knopfphobie berichten;
vor allem weil ich meine zu wissen, wo es herkommt...
Als ich Kind war, so mit fünf bis sechs Jahren, haben
manchmal die Nachbarskinder mit uns zu Mittag gegessen, und
der Bub sollte danach einen Mittagsschlaf machen. Seine
Mutter meinte zu meiner Mutter, er brauche aber ein Kissen
mit Knöpfen dran, weil er sich die gerne in die Nase stecke!
*WÜRG*
Das ist das einzige schlimme oder eklige Erlebnis mit
Knöpfen, an das ich mich erinnern kann. Und meine Phobie ist
auch recht ausgeprägt; wahrscheinlich bin ich der Meinung,
an den Knöpfen hängen Popel.
Haben andere ähnliche Erfahrungen?
Eine interessante Theorie hab ich mal gehört:
Dass der (Hemden-)Knopf das Establishment symbolisiert. Und
dass viele subkulturell orientierte Menschen ihn deshalb
ablehnen. Das könnte bei mir auch zutreffen; ich war lange
zeit Punk und bin auch heute nicht wirklich bürgerlich. *g*
Soviel dazu.
Viele Grüße
kaedder
(03.04.2010)
Hallo Roland!
Ich habe ein ganz großes Problem: Ich habe schreckliche
Angst vor Knöpfen! Ich bin 14 Jahre alt, und diese Angst
habe ich schon seit ich ein kleines Mädchen bin. Aber ich
habe das Gefühl, dass es schlimmer geworden ist.
Alle haben Kleidung mit Knöpfen, und ich finde sie sooo
eklig!!! Vor allem diese großen, die mit den zwei oder vier
Löchern!
Im Werken mussten wir Knöpfe annähen, aber ich konnte das
einfach nicht! Jetzt habe ich Streit mit meinen Eltern, weil
sie meinen, dass ich es übertreibe. Aber es ist wirklich so
schlimm für mich! Ich verbrenne schon meine Kleider, wenn
sie so viele eklige Knöpfe haben. Meine Mutter hat mir eine
Strickjacke mitgebracht, mit so großen Holzknöpfen! Sie hat
es ja nur lieb gemeint, aber sie weiß doch, dass ich Angst
vor sowas habe...
Könnt ihr mir helfen? Oder gibt es Beweise für meine Angst,
und dass ich es nicht nur spiele??
Liebe Grüße,
Laura
(06.12.2010)
Hallo Roland,
auch ich bin Koumpounophobikerin (-> lieber das elend lange
Wort schreiben als das "andere"^^). Und langsam kann ich das
Wort "Phobie" in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht mehr
hören/lesen.
Meine Geschichte gleicht denen der anderen ziemlich genau...
Nur das mit dem Riechen hab' ich nicht. Ich habe zudem noch
einen genauso großen Ekel gegen alle möglichen Stoffe (z.B.
Bekleidungsstoffe, aber auch Dekomaterial) entwickelt. Außerdem
hatte ich früher Atemnot in Räumen mit Menschen, die die
Dinger an sich hatten. Das ist aber heute viel besser.
Mein eigentliches Anliegen an dich gilt aber einer anderen
Sache zum Thema:
Sicher bin ich nicht die Einzige, die das Gefühl und den
Gedanken nicht los wird, dass hinter diesem Ekel mehr steckt
als das, was so bei Phobikern üblich ist. Alleine die Sache
mit dem Aussprechen des Wortes oder so spezifische Dinge wie
das Empfinden des üblen Geruches bei K's.
Ich assoziiere das immer mit dieser Krankheit, bei der die
Betroffenen sich die Haare ausreißen und oft auch essen
müssen. Ich glaube, mich zu erinnern, dass dies auch kein
Zwang ist. Es wurde wissenschaftlich belegt, dass dies eine
Fehlfunktion in einem Hirnbereich ist. Natürlich ist dies
eine ganz andere Erkrankung, doch ich komme nicht von dem
Gedanken los, dass auch bei mir etwas einfach nicht richtig
funktioniert. Natürlich ist das eh klar bei
Angsterkrankungen, aber ich glaube einfach nicht an eine
normale Phobie.
Ich würde gerne wissen, ob du hierzu etwas weißt. Ob es
Menschen gibt, die sich auf wissenschaftlicher Ebene mal
damit beschäftigt haben; und sei es nur um abzuklären, dass
es eine normale Phobie ist. Weißt du, wie viele Koumpho's es
in Deutschland gibt oder ob es eine Dunkelziffer gibt? Weißt
du, ob jemals jemand eine Studie darüber gemacht hat? Hast
du schon mal in Erwägung gezogen, selbst einen Fragebogen zu
erstellen? Kennst du ein gutes Forum?
So... mit Fragen beschmissen lass' ich dich zurück^^.
Wäre toll, von dir zu hören, Leidensgenosse.
Liebe Grüße
Danni
(05.10.2011)
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